Die Raiffeisen Dornbirn Lions sichern sich in einem mit Leidenschaft geführten Spiel den Titel in der 2. Basketball Bundesliga West. Die ohne ihren besten Scorer Dre Smith angetretenen Löwen zeigten von Beginn an, dass sie gewillt waren, in diesem 2. Finalspiel den Titel nach Dornbirn zu holen.
Back-to-Back_Champion: Raiffeisen Dornbirn Lions (Fotos: W. Zaponig)
Mit einer aggressiven Defensive und einer kreativen Offensive starteten die Gastgeber ins Spiel und führten schnell mit 17:5. Bei den Gästen konnte einzig Pointguard Martin Schneider dagegen halten. Trotzdem gingen die Lions mit einer 18:11-Führung in den 2. Abschnitt.
Dort dauerte es bis zur 17. Minute, dann egalisierte Schneider mit einem Dreipunkter die Führung der Hausherren. Bis zur Pause setzten sich die Tiroler auf 36:33 ab. Auch nach dem Wechsel waren die Silverminers zunächst die spielbestimmende Mannschaft, die die Führung bis zur 25. Minute auf 38:49 ausbaute. War aber glaubte, die Lions seien bereits geschlagen, sah sich gewaltig getäuscht. Mit großem Kämpferherz arbeitet sich die Mannschaft von Coach Tuerk zurück ins Spiel.
Angeführt von Pointguard Sebi Gmeiner und mit einem Patrick "Mr. Sharpshooter“ Denz, der seinem Namen alle Ehre machte und mit hoher Treffsicherheit die Bälle im Schwazer Korb versenkte, setzten die Gastgeber zur Aufholjagd an. In der letzten Sekunde des 3. Viertels stand dann der 15-jährige Rookie Timur Bas beim Stand von 54:55 an der Freiwurflinie. Nervenstark verwandelte er beide Freiwürfe, brachte die Löwen nach langer Zeit wieder in Führung und die Halle zum Kochen. Was die Lions im 4. Viertel zeigten, war Basketball mit Leidenschaft.
In der Defensive legten sie noch einmal ein Schäufelchen nach, ließen im letzten Abschnitt nur noch 11 Punkte der Gäste zu. Und als Chrizo Künstner in der 34. Minute nach einem Steal den Ball mit einem spektakulären Slam-Dunk zur 67:57-Führung durch den Korb jagte, glich die Halle einem Tollhaus. In den restlichen Minuten kontrollierte die Mannschaft das Spiel unter dem Gebrüll der großartigen Fans, die gestern wie eine Mauer hinter ihrer Mannschaft standen.
Nach der Schlusssirene kannte der Jubel keine Grenzen, Fans und Spieler lagen sich in den Armen. Hoch zufrieden war natürlich auch Coach Cüneyt Tuerk: "Wir haben heute sicher die beste Defensiv-Leistung des Saison gezeigt. Die Mannschaft hat den Game-Plan konsequent umgesetzt und mit großem Willen das Spiel zurück geholt. Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft, denn sie hat Charakter.“
Für die Lions geht es nun am 10./11. April in Klagenfurt beim Final-Four um den österreichischen Titel. Bis dahin dürfte auch "Dr. Dre“ Smith wieder fit sein.